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Herzdiagnostik in der Nuklearmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Hacker (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinikum der LMU München) spricht im Rahmen einer vom Ärztlichen Kreisverband Bamberg organisierten Fortbildung (13. Oktober 2010 / Sozialstiftung Bamberg) über die aktuellen Entwicklungen nuklearmedizinischer Untersuchungsmethoden in der Herzdiagnostik.

 

Abstract

Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern wird deutschlandweit in Relation deutlich weniger Funktionsdiagnostik ("Myokardszintigraphie") als invasive Herzdiagnostik ("Linksherzkatheter") durchgeführt. Dabei ergeben diese Herzkatetheruntersuchungen in knapp der Hälfte der Fälle keinen pathologischen Befund, sind jedoch mit Komplikationsrisiken verbunden. Zudem korreliert der alleinige morphologische Aspekt nicht immer mit der funktionellen Einschränkung.

 

Viele aktuelle Studien zeigen, dass mit modernen nuklearmedizinischen Untersuchungsmethoden eine verlässliche Quantifizierung von Hämodynamik, Herzinnervation und -muskelbewegung möglich ist und sie damit einen wesentlichen Beitrag zu einer tragfähige Risikostratifizierung bei Herzpatienten leisten können.

 

 

Schlaglicht-Informationen

  • Myokardiale Perfusionsdiagnostik ist essentiell für Therapiemanagement und Risikostratifizierung. Bei hämodynamisch wirksamen Stenosen könnte therapeutisch interveniert werden, bei hämodynamisch nicht relevanten Stenosen besteht hingegen keine Indikation zur Revaskularisierung.
  • Im Vergleich zu anderen Untersuchungen ist die Myokard-Perfusions-Szintigraphie (inkl. EKG-getriggerter SPECT (LV-Funktion)) eine sehr gut standardisierte Methode.  Es eignet sich aufgrund der verlässlichen Datenlage gut zur Quantifizierung und -daraus abgeleitet- zur Risikostratifizierung.
  • Vitalitätsdiagnostik sollte innerhalb einer Stufendiagnostik durchgeführt werden: Bei einem bestehenden Perfusionsdefizit wäre eine FDP-PET-Untersuchung angezeigt, um zu überprüfen, ob sich er Herzmuskel noch in seiner Funktion verbessert.
  • Zur Diagnostik der kardialen Innervation hat sich die MIBG-Szintigraphie als einfaches Verfahren etabliert.

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Studien- & Quellennachweis


Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Hacker Priv.-Doz. Dr. med. Marcus Hacker
LMU Klinikum der Universität München
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